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Lawinen gibt es nicht erst seit der Erfindung des modernen Skitourismus und Bergsteigens. Schon viele Tausend Jahre zuvor forderten die zerstörerischen Schnee- und Eismassen ihren Tribut. Fünf spektakuläre Unglücke sollen hier stellvertretend für alle angeführt werden:
Alpenraum - 218 vor Christus
Bei seinem Zug über die Alpen stellt sich dem karthagischen Feldherr Hannibal ein fast übermächtiger Feind entgegen: Schnee. Die Hälfte seiner 38.000 Soldaten, so die Überlieferung, kommt bei Lawinenabgängen ums Leben.
Norditalien - Dezember 1916
Im Ersten Weltkrieg werden Lawinen zu Waffen: Die Italiener feuern mit Kanonen auf die gegenerischen Hänge. Vor allem im Gebiet des Ortlergebietes wurden viele Schlachten durch Lawinen entschieden. In den dadurch ausgelösten Schneebrettern sterben an einem Tag 6.000 Österreicher. Tags darauf werden 6.000 Italiener verschüttet.
Peruanische Anden - Mai 1970
Nach einem Erdbeben löst sich ein Teil der Eiskappe des Huascaran, mit 6.763 Metern zeithöchster Gipfel Südamerikas. Innerhalb von 15 Minuten donnern die Schneemassen 4.000 Höhenmeter in die Tiefe und verwüsten ein 15 Kilometer langes Tal.
Galtür in Tirol - Februar 1999
Gleich zwei Lawinen, zusammen 330.000 Tonnen schwer, rollen über den österreichischen Wintersportort. Sie töten 31 Menschen, zerstören Häuser und wirbeln Autos durch die Luft. Die Schneemassen türmen sich bis zu sechs Meter hoch.
Kitzsteinhorn bei Zell am See - März 2000
Als letzter befährt der Leiter eines Alpinkurses einen steilen Hang - und löst eine Lawine aus. Die anderen Kursteilnehmer am Fuß des Hanges haben keine Chance. Auch zwei Snowboarder werden unter den Schneemassen begraben. |
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