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Praxis |
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Opfersuche |
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Vor allem beim Alpinen Eisklettern sind längere Zustiege über verschneite Hänge mit Skiern oder Schneeschuhen notwendig. Deshalb sollte man auch hier entsprechend mit den Suchgeräten und dem entsprechenden Hintergrundwissen ausgestattet sein.
Die ersten 15 Minuten sind die wichtigsten. Dannach sinkt die Überlebenswahrscheinlichkeit eines Verschütteten dramatisch. Der Schnee verstopft Mund und Nase, Kälte lämt den Körper, der Druck auf dem Brustkorb - ein Kubikmeter Schnee wiegt bis zu 500 Kilogramm - macht Atmen fast unmöglich. Nach 45 Minuten wird gerade noch jeder dritte Verschüttete lebend ausgegraben - im Schnitt aus einer Tiefe von eineinhalb Metern. Nach 120 Minuten sterben fast alle Lawinenopfer an Sauerstoffmangel und Unterkühlung.
Diese Statistiken und Hinweise beziehen sich immer auf unter Schnee verschüttete Personen. Bei Eisklettern wird es aber zu 99 Prozent nicht der Fall sein, dass man unter einer Lawine begraben wird. Hier besteht die Gefahr viel mehr darin, dass man von einer Lawine mitgerissen oder erdrückt wird. Da Eiskletterer immer im Seil hängen und somit wörtlich an den Eisfall gebunden sind, gibt es hier auch kein Entkommen. Eine abgehende Lawine bedeutet - fals man sich nicht unter einem Überhang oder in einem senkrechten Abschnitt des Eisfalles befindet - fast immer den sicheren Tod. Und dessen sollte man sich immer bewußt sein, wenn man die Lage für eine bevorstehende Alpinbesteigung eines Eisfalles auskundschaftet. |
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